Mirador de Haria
Im Nordwesten von Lanzarote liegt das beschauliche Dorf Haria, das auch den Beinamen "Tal der tausend Palmen" trägt.
Obwohl Lanzarote die trockenste Insel des Kanarischen Archipels ist, wird das weite Umland von Haria zum größten Teil landwirtschaftlich genutzt. Der Höhenlage des Famara-Gebirges ist es zu verdanken, dass es im Norden etwas häufiger regnet als im Süden. Die relativ geringe Feuchtigkeit reicht aus, um den auf Lanzarote üblichen Trockenfeldbau zu betreiben. Deshalb gilt Haria als einer der fruchtbarsten Orte von Lanzarote.
Wegen der Schönheit des Dorfes verbrachte der lanzerotenische Künstler und Naturschützer César Manrique seinen Lebensabend in Haria. Nachdem er 1992 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, wurde Manrique auf dem Dorffriedhof beigesetzt.
Oberhalb des Dorfes Haria befindet sich der Mirador de Haria.
Der Aussichtspunkt bietet einen wunderschönen Ausblick über das fruchtbare grüne Tal mit den terrassenförmig angelegten Feldern. Besonders im Frühjahr wirkt das üppig bewachsene Tal mit Frühlingsblumen wie eine grüne Oase auf der sonst vegetationsarmen Insel.
In der Ferne sind die gepflegten, weiß getünchten Häuser mit den typisch grünen Fensterläden zu erkennen.
Am Mirador de Haria kann man schon eine Weile verharren und den Ausblick genießen. Ein kleines Lokal direkt am Parkplatz bietet Erfrischungen an. So kann die Zeit genutzt werden, um Drachenfliegern bei ihren waghalsigen Sprüngen hinunter ins Tal zu beobachten.
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